Bildung eine gute Investition

Bildung ist eine der wichtigsten Ressourcen in Deutschland und Grundlage für das soziale Gefüge der Gesellschaft. Bildung ist unsere Zukunft. Leistungsdruck mindern, Menschen individuell fördern!

BILDUNG FÜR ALLEdruckKandidaten-plakate-LTW13_A1.indd

Eine umfassende Bildung der Bevölkerung ist die Basis für eine tolerante, aufgeklärte und soli­darische Gesellschaft. Die Piratenpartei setzt sich daher für einen lebenslangen, offenen und kostenlosen Zugang zu Bildung und den hierfür benötigten Materialien für jeden in Deutschland sesshaften Menschen ein. Umfassende Bildung umschließt die Bereiche Kindertagesstätten und -gärten, Schule, Berufsausbildung, Studium und Allgemeinbildung im Erwachsenenalter.

LERN- UND LEBENSRÄUME AN STELLE BLOSSER LERNORTE

In unserer Kultur verbringen junge Menschen einen Großteil ihrer Lebenszeit in Bildungseinrichtungen wie Schulen und Universitäten. Diese müssen daher als Lebensräume der lernenden verstanden werden und nicht nur als bloße Lern­orte. Eine Teilhabe der lernenden an der Gestal­tung und Nutzung der Bildungseinrichtungen ist daher erforderlich. Ein demokratisches Mitbestim­mungsrecht an gewissen Bereichen der Lernan­stalten ermöglicht eine angemessene Einflussnah­me der lernenden, um demokratisch-freiheitliche Werte zu vermitteln, die Akzeptanz der Entschei­dungen zu erhöhen und das Gemeinschaftsgefühl zu stärken. Das Thema Schulkultur muss in der Aus- und Fortbildung von Lehrpersonal mehr Be­rücksichtigung finden. Diese Maßnahmen zielen auch darauf ab, Mobbing zu unterbinden und Schulverweigerung zu minimieren.

FRÜHKINDLICHE BILDUNG

Frühkindliche Bildung ist von zentraler Bedeutung. Die Anerkennung eines konkreten Bildungsauf­trags für Kindertagesstätten neben den Kin­dergärten ist dringend erforderlich. Alle Kinder müssen ungeachtet bestehender individueller und kultureller Unterschiede in den Kernkom­petenzen derart gefördert werden, dass sie mit möglichst identischen Grundvoraussetzungen ihre Schullaufbahn beginnen können. Kostenlose, wohnort- oder arbeitsplatznahe und bei Bedarf ganztägige Betreuungsangebote bis zur Einschu­lung müssen flächendeckend etabliert werden.

FREIWILLIGE GANZTAGSSCHULEN

Die Piratenpartei setzt sich für das Angebot von Ganztagsschulen in allen Stufen ein. Dieses An­gebot – welches neben dem Pflichtunterricht am Vormittag Mittagessen, individuelle Lerngruppen und Hausaufgabenerstellung beinhaltet – ist nicht verpflichtend, sondern basiert auf freiwilliger Nut­zung. Schülern, deren Eltern nicht die Möglich­keiten besitzen, ihre Kinder bei der Bewältigung schulischer Aufgaben zu unterstützen, wird somit die notwendige Förderung und Betreuung zuteil.

LERNZIELE ANSTATT LEHRPLÄNE

An die Stelle starrer Lehrpläne sollen Lernziele tre­ten, die im Laufe der Schulzeit zu erreichen sind, je­ doch nicht zwingend am Ende jedes einzelnen Schul­jahrs. Dadurch wird den lernenden die Möglichkeit eröffnet, ihren eigenen Zugang zu Lerninhalten zu finden und die allgemeinen Bildungsziele ausgehend vom jeweiligen  Entwicklungsstand, den individuellen Fähigkeiten und Interessen zu erreichen.

MEDIENKOMPETENZ

Medienkompetenz wird immer wichtiger. Schüler müssen am Ende ihrer Schullaufbahn in der Lage sein, Informationen zu finden und zu filtern, sie zu verstehen, zu bewerten und zu verarbeiten. Der Umgang mit Informationen aus dem Internet muss in Schulen ebenso eingeübt werden wie die Analyse von Informationen aus Zeitung, Radio und Fernsehen.

BILDUNGSINFRASTRUKTUR

BTW_Von_Bildungsversprechen_Wird_Keiner_KlugEin einfacher und unkomplizierter Zugang zu Bil­dungseinrichtungen ist im Interesse aller. Deshalb ist es die Aufgabe des Staates, eine leistungsfä­hige und ihrem Zwecke angemessene Bildungsin­frastruktur zu finanzieren und frei zur Verfügung zu stellen. Die private Mitfinanzierung öffentlicher Bildungseinrichtungen ist grundsätzlich zu begrü­ßen, solange dadurch kein Einfluss auf die beste­henden Lehrinhalte entsteht.

FORSCHUNG UND WISSENSCHAFT

Forschung und Lehre an staatlichen Hochschulen ist eine hoheitliche Aufgabe und kein kommerzi­elles Geschäft. Dennoch nimmt die private Dritt­mittelfinanzierung unserer Hochschulen immer weiter zu und damit auch der Einfluss privater Geldgeber. Private Drittmittel müssen daher durch Quoten begrenzt werden. Des Weiteren möchten wir erreichen, dass keine Vertreter der Privatwirt­schaft in Hochschulgremien sitzen dürfen.

Die Publikationen aus staatlich finanzierter oder geförderter Forschung und Wissenschaft werden oft in kommerziellen Verlagen publiziert, deren Qualitätssicherung von ebenfalls meist staatlich bezahlten Wissenschaftlern übernommen wird. Die Publikationen werden jedoch nicht einmal den Bibliotheken der Forschungseinrichtungenkostenlos zur Verfügung gestellt. Die Steuerzahler kommen somit mehrfach für die Kosten einer Pub­likation auf. Wir sehen es als Aufgabe des Staates an, das Prinzip des Open-Access („freier Zugang“, gemäß der Berliner Erklärung der Open-Access­ Bewegung) an den von ihm finanzierten und geförderten Einrichtungen durchzusetzen, denn aus öffentlicher Hand finanzierte wissenschaftli­che Informationen müssen auch der Öffentlichkeit zugutekommen und damit für alle Bürger unkom­pliziert und frei zugänglich sein.

[important]Teil 1 von 6: Was wir Piraten im Landtag erreichen wollen[/important]

 

 

 

 

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